Archiv für August 2008

Jedes Jahr das selbe Theater

Ganz ohne eine Aktion wollten die Nordhorner Nazis den Todestag von Rudolf Hess nicht vergehen lassen. Also schnell die Restbestände der Rudolf Hess-Plakate von vor zwei Jahren rausgekramt, ein paar eigene hässliche Plakate kopiert, Kleister dazu und schon konnte es los gehen. So wurden auf der Blanke einige wenige Plakate geklebt.
Im Vergleich zu den beiden letzten Jahren viel diese Aktion jedoch eher mau aus. Was wohl u.a. daran liegt, dass es zur Zeit um die Nordhorner Nazi-Szene schlecht aussieht: Gegen viele Nazis laufen zur Zeit noch Verfahren wegen u.a. schwerer Körperverletzung. Ebenfalls spielen private oder berufliche Probleme eine Rolle, welche u.a. die Führungspersonen aus Nordhorn betreffen ;)

Kundgebung gegen rechte Gewalt & Nazis auf der Straße!

An dieser Stelle dokumentieren wir einen Aufruf der Initiative GeRecht:

„Nazis sind auch in der Grafschaft Bentheim trauriger Alltag und gehören schon lange zum normalen Stadtbild. Immer wieder kommt es zu Aufkleber-, Sprüh- und Transparent-Aktionen seitens der Nazis, welche dadurch versuchen ihre menschenverachtende Propaganda unter die Menschen zu bringen. Leider kam es in den letzten Monaten und Jahren immer wieder zu gewaltätigen Übergriffen auf Menschen, die nicht in das abstruse Weltbild der Nazis passen. Hierbei war die Herkunft, das Aussehen oder die politische Überzeugung Grund genug für die Nazis auf diese Menschen einzutreten und einzuschlagen. Oftmals kam es zu schweren Verletzungen oder zu psychischen Problemen der Opfer im Nachhinein.
Für die Täter_Innen, die meist schon massiv vorbestraft sind, sind die relativ geringen Strafen oder die Angst der Opfer eine Anzeige zu stellen, eine Art Freischein um weiterhin auf Menschen einzuprügeln.
Weil wir unsere Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt zeigen wollen, rufen wir jeden Menschen dazu auf, mit uns die Kundgebung am 30.08.08 um 15.00Uhr auf dem Blanke-Platz (bei K+K) durchzuführen und damit ein Zeichen gegen rechte Gewalt und Nazis auf der Straße zu setzen.“