Archiv der Kategorie 'Emsland'

Naziübergriff und Naziouting in Lingen

Die Kampagne „Keinen Platz für Nazis“ berichteten am 10.04.2012 von einem Naziübergriff auf eine Person, bei der auch der erste Vorsitzende des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim Roland Schreiber sowie ein weiteres NPD-Mitglied beteiligt waren. Schreiber soll mit einem Kantholz auf das am Boden liegende Opfer eingeschlagen haben. [Info]

Des Weiteren gibt es einen Bericht auf Indymedia [Klick!] und auf Indymedia-Linksunten [Klick!], in dem steht, dass Roland Schreiber in seiner direkten Nachbarschaft von Antifaschist_Innen mit 150 Flyern geoutet wurde. Inhalt der Flyer war der Übergriff selber sowie die weiteren Aktivitäten innerhalb der NPD. Weiterhin wurden die Nachbar_Innen dazu aufgefordert, die Aktivitäten Schreibers zu beobachten und ggf. einzugreifen und ihre Meinung gegenüber Menschenverachtung zu zeigen.


Outingflyer

Solidarische Grüße an das Opfer sowie alle anderen Opfer rechter Gewalt!

Nazis raus aus der Anonymität!
Rechte Übergriffe öffentlich machen!

Neues aus dem Emsland

Es gibt einige neue Artikel auf der lingener Kampagnenseite „Keinen Platz für Nazis“:

So berichten die Autor_Innen von zwei Gerichtsverhandlungen gegen Neonazis aus dem Emsland. Zum einen ging es gegen Stefanie F. aus Emsbüren, die zusammen mit einer Kameradin zwei 16-jährige Mädchen auf einer Feier angegriffen haben soll. [Klick mich!]

Zum anderen gab es ein Revisionsverfahren gege den 37-jährigen Andreas K. aus Lingen, der zusammen mit anderen Personen Aufkleber mit aufgedruckten Hakenkreuzen verklebt hat. [Klick mich!]

Es wird darüber berichtet, dass mehere pöbelnde Neonazis aus dem Rockpalast in Meppen durch andere Besucher_Innen herausgeworfen wurden. [Klick mich!]

Des Weiteren haben die Neonazis Thomas S. (Emsbüren) sowie Andreas K. (Lingen, vorher Bad Bentheim) an einem Naziaufmarsch am 03.03.2012 in Münster teilgenommen. [Klick mich!]

Mehrere Medien berichteten, dass gegen den meppener Sänger Daniel „Gigi“ Giese der Band „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ mittlerweile von der Staatsanwaltschaft Meppen Anklage wegen Volksverhetzung erhoben wurde. [Klick mich!]

Keinen Platz für Nazis in Lingen

Auf Grund von zunehmenden Naziaktivitäten und -übergriffen, haben sich in Lingen und Umgebung mehrere Antifaschist_Innen zusammengefunden, um der dortigen neonazistischen Szene den Raum zu nehmen. Mit der Kampagne „Keinen Platz für Nazis“ wollen die Aktivist_Innen als ersten Schritt ihren Blick auf die Situation in der Lingener Innenstadt richten. Gerade hier

bewegen sich Neonazis frei von Kneipe zu Kneipe ohne nennenswerten Widerstand. Innerhalb und außerhalb dieser Kneipen versuchen die Neonazis alle fernzuhalten, die nicht in ihr Weltbild fallen, z.B. MigrantInnen oder nicht-rechte Personen. Dieses mündet oftmals in verbalen Attacken sowie in gewalttätigen Übergriffen.

So fanden sich am 11.02.2012 dreißig Antifaschist_Innen in der Lingener Innenstadt für eine erste Aktion zusammen, um

in der Innenstadt Präsenz [zu] zeigen und damit den Neonazis klar [zu] machen, dass [sie] deren Übergriffe nicht tolerieren. Für einen Abend wollten [sie] den Nazis einen Teil des öffentlichen Raums nehmen und diesen mit antifaschistischem Inhalt füllen.

[Klick mich!] um auf die Kampagnenseite „Keinen Platz für Nazis“ zu kommen.

Not welcome – Keinen Platz für Nazis
…in Lingen und anderswo!

Lingen: Naziübergriffe auf dem Altstadtfest

Vom 16.09.2011 bis zum 18.09.2011 fand in Lingen das alljährliche „Altstadtfest“ statt. Mehrere tausend Menschen waren an diesem Wochenende auf diesem Fest unterwegs. Unter anderem fand wie jedes Mal auch das Festival „Rock am Pferdemarkt“ statt.
Allerdings kam es in diesem Jahr zu vermehrten Übergriffen von Neonazis auf Antifaschist_Innen und andere alternative, nicht rechte, Jugendliche.

Weiter geht’s auf Indymedia mit einem ausführlichen Bericht: Klick mich!

Vorstandswechsel bei der NPD Emsland/Grafschaft Bentheim

Nach nicht mal eineinhalb Jahren ändert sich der Vorstand des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim erneut. Damals wurde die gerade erst nach Lage (Grafschaft Bentheim) gezogene Elke Ploog zur ersten Vorsitzenden gewählt und ersetzte den vorherigen Vorsitzenden Reiner Alfons Heinen (Nordhorn/Grafschaft Bentheim). In diesem Amt kündigte Ploog großmäulig an, dass

die NPD […] hier noch aktiv werden [will].

Diese Drohung konnte jedoch bis heute nicht erfüllt werden. Die NPD leistet keine Öffentlichkeitsarbeit und konnte lediglich die schlecht besuchten internen Treffen verzeichnen, welche einige Male in der Gaststätte „Zur singenden Wirtin“ in Groß Berßen (Emsland) abgehalten wurden.

Jetzt allerdings musste Elke Ploog ihr Amt der ersten Vorsitzenden schon wieder abgeben. Über die Gründe dieses Wechsels kann nur spekuliert werden. Vielleicht hat die NPD sich einfach gedacht, dass sie als antiemanzipatorische Partei es nicht für gut erachten könne, dass eine Frau als erste Vorsitzende fungiere.

Als erster Vorsitzender tritt nun der 27-jährige Roland Schreiber aus Lingen (Emsland) in Erscheinung. Schreiber, der selber erst seit wenigen Jahren in der NPD ist, war schon beim letztjährigen NPD-Landesparteitag in Wilhelmshaven mit seinen Parteikamerad_Innen Reiner Alfons Heinen, Elke Ploog und Ulrich D. (Schüttorf/Grafschaft Bentheim) unterwegs. Dort fiel er vor allem durch sein prolliges Verhalten gegenüber der Gegendemonstrant_Innen auf.

Es bleibt nun abzuwarten, inwieweit die NPD in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland mit dem neuen Vorsitzenden agieren kann.

Wenn mensch den Kommentaren und E-Mails des aus Haselünne (Emsland) kommenden NPD-Mitglieds Tobias R., der eine eigene Kfz-Werkstatt in Haselünne betreibt, glauben schenken darf, dann wird uns hier einiges erwarten, denn

stille wasser sind tief, sehr tief…………..

Unserer Einschätzung nach, ist der NPD Unterbezirk Emsland/Grafschaft Bentheim nicht in der Lage, und wird es auch in nächster Zeit nicht sein, erfolgreiche „politische“ Arbeit vor Ort durchzuführen. Daran wird auch der neue Vorstand nichts ändern.


rechts: der neue erste Vorsitzende Roland Schreiber; links: Ulrich D.


Reiner Alfons Heinen und Elke Ploog; Bilder von recherche nord

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