Archiv der Kategorie 'NPD'

Der rechte Terror und die NPD

Der NSU tötet bundesweit Menschen
Eine Mordserie des sich selbst ernannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) aus Zwickau macht zur Zeit in den Medien die Runde. Neonazis haben in der Zeit von 2000 bis 2007 mindestens zehn Menschen getötet. Das gesamte Ausmaß dieser neonazistischen Tötungswelle kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch gar nicht abgesehen werden. Jeden Tag werden neue Vernetzungen und Pläne des NSU und deren Sympathisant_Innenkreis bekannt.

Distanzierungsversuche der NPD
Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) distanzierte sich durch ihren neuen ersten Vorsitzenden Holger Apfel schnell von diesen Morden. „Die NPD hat mit diesen Morden nichts zu tun“, hieß es. „Sie lehne Gewalt als politisches Mittel ab“.

NPD-Mitglied Giese freut sich über Morde
Daniel „Gigi“ Giese aus dem emsländischen Meppen, Sänger mehrerer Rechtsrockbands, darunter „Stahlgewitter“ oder „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“, die beide bundesweit und darüber hinaus in der neonazistischen Szene bekannt und erfolgreich sind, ist ebenfalls Mitglied der NPD. Seit 1999 besitzt Giese einen Mitgliedsausweis und ist/war schon seit einiger Zeit im Vorstand des hiesigen NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim aktiv.


2005: niedersächsischer NPD-Landesparteitag in Syke. Daniel „Gigi“ Giese (zweiter von links) neben seinem Bruder Tobias (links) scherzt mit dem damaligen ersten Vorsitzenden des NPD UB Emsland/Grafschaft Bentheim Reiner Alfons Heinen (zweiter von rechts) sowie dem Nazischläger Kai t.B. – Vielleicht wurde ja gerade ein rassistischer Witz erzählt.

Zusammen mit seiner Band „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ veröffentlichte er 2010 das Album „Adolf Hitler lebt“. Der vierte Titel dieser CD trägt den Namen „Döner-Killer“. Dort besingt Giese die Mordserie des NSU und verhöhnt dabei die Opfer. Ebenso scheinen ihm diese Morde nicht genug zu sein, sodass das Lied mit dem Satz „[…] denn neun sind nicht genug“ endet.

Auch auf anderen Veröffentlichungen hetzt Giese gegen Jüdinnen und Juden, gegen Migrant_Innen sowie gegen Antifaschist_Innen.
Ebenso soll Giese Sänger der Band „Zillertaler Türkenjäger“ sein. Diese Band covert Schlagerlieder und verändert die Texte in ekelhafter, rassistischer Weise und ruft u.a. zum Mord auf.


2008: Giese (links) auf einem „Trauermarsch“ in Stolberg.

Die NPD billigt, fördert und unterstützt Gewalttäter_Innen – Sie ist gewalttätig!
Dies zeigt noch einmal -wie so oft- welches Gedankengut die NPD vertritt und was sich wirklich hinter ihren Forderungen verbirgt: Mord an Menschen, die nicht in die so genannte „Volksgemeinschaft“ passen wird gebilligt, sogar unterstützt. Gewalt war, ist und bleibt ein gewolltes Mittel zur Durchsetzung für die politischen Ziele der NPD.

Weitere Links zum Thema:
Publikative.org – „Denn neun sind nicht genug“ – Klick mich!

Meppener Tagespost – „Meppener Sänger verhöhnt Opfer“ – Klick mich!

Spiegel Online – „Hymne auf den Mörder“ – Klick mich!

Vorstandswechsel bei der NPD Emsland/Grafschaft Bentheim

Nach nicht mal eineinhalb Jahren ändert sich der Vorstand des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim erneut. Damals wurde die gerade erst nach Lage (Grafschaft Bentheim) gezogene Elke Ploog zur ersten Vorsitzenden gewählt und ersetzte den vorherigen Vorsitzenden Reiner Alfons Heinen (Nordhorn/Grafschaft Bentheim). In diesem Amt kündigte Ploog großmäulig an, dass

die NPD […] hier noch aktiv werden [will].

Diese Drohung konnte jedoch bis heute nicht erfüllt werden. Die NPD leistet keine Öffentlichkeitsarbeit und konnte lediglich die schlecht besuchten internen Treffen verzeichnen, welche einige Male in der Gaststätte „Zur singenden Wirtin“ in Groß Berßen (Emsland) abgehalten wurden.

Jetzt allerdings musste Elke Ploog ihr Amt der ersten Vorsitzenden schon wieder abgeben. Über die Gründe dieses Wechsels kann nur spekuliert werden. Vielleicht hat die NPD sich einfach gedacht, dass sie als antiemanzipatorische Partei es nicht für gut erachten könne, dass eine Frau als erste Vorsitzende fungiere.

Als erster Vorsitzender tritt nun der 27-jährige Roland Schreiber aus Lingen (Emsland) in Erscheinung. Schreiber, der selber erst seit wenigen Jahren in der NPD ist, war schon beim letztjährigen NPD-Landesparteitag in Wilhelmshaven mit seinen Parteikamerad_Innen Reiner Alfons Heinen, Elke Ploog und Ulrich D. (Schüttorf/Grafschaft Bentheim) unterwegs. Dort fiel er vor allem durch sein prolliges Verhalten gegenüber der Gegendemonstrant_Innen auf.

Es bleibt nun abzuwarten, inwieweit die NPD in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland mit dem neuen Vorsitzenden agieren kann.

Wenn mensch den Kommentaren und E-Mails des aus Haselünne (Emsland) kommenden NPD-Mitglieds Tobias R., der eine eigene Kfz-Werkstatt in Haselünne betreibt, glauben schenken darf, dann wird uns hier einiges erwarten, denn

stille wasser sind tief, sehr tief…………..

Unserer Einschätzung nach, ist der NPD Unterbezirk Emsland/Grafschaft Bentheim nicht in der Lage, und wird es auch in nächster Zeit nicht sein, erfolgreiche „politische“ Arbeit vor Ort durchzuführen. Daran wird auch der neue Vorstand nichts ändern.


rechts: der neue erste Vorsitzende Roland Schreiber; links: Ulrich D.


Reiner Alfons Heinen und Elke Ploog; Bilder von recherche nord

Artikel auf Indymedia

Keine NPD bei den Kommunalwahlen im Emsland und der Grafschaft Bentheim

Wie schon bei den letzten beiden Kommunalwahlen 2006 und 2001 tritt auch dieses Jahr die neonazistische NPD weder in der Grafschaft Bentheim noch im Emsland an.

Kurz nach ihrem Amtsantritt schrieb die erste Vorsitzende des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim Elke Ploog aus Lage (Grafschaft Bentheim) noch großmäulig:

„Es ist für dieses Jahr so einiges in Planung und die NPD will hier noch aktiv werden. Lasst Euch Überraschen.“ (Fehler im Original)

Jedoch wurde aus diesen Worten nichts. Es gab lediglich Besuche bei NPD-Parteitagen und interne NPD-Treffen des Unterbezirks. Öffentlichkeitswirksame Aktionen gab es hingegen gar nicht.
Zur Zeit macht sich das Gerücht breit, dass der NPD UB Emsland/Grafschaft Bentheim gar nicht mehr existiert. Dafür spricht u.a., dass die Homepage der hiesigen NPD ewig nicht aktualisiert wurde, diese sogar eine ganze Zeit lang komplett down war.
Ebenso kann mensch auf der NPD-Niedersachsen Seite lesen, dass dort nicht mal mehr das Postfach aus Meppen, sondern das der NPD-Niedersachsen angegeben wird.

Die NPD ist hier also ziemlich Geschichte. Und wird es auch bleiben. Dafür sorgen wir.

NPD-Landesparteitag in Wilhemshaven

Am 09.05.10 fand in Wilhemshaven der diesjährige niedersächsische Landesparteitag der NPD statt. Geplant war es, dass die Nazis ihren Parteitag in Bad Gandersheim (Landkreis Northeim) durchführen. Dieser wurde allerdings durch den öffentlichen Druck und die Anmeldung antifaschistischer Proteste verhindert und so mussten die Nazis ins 200 Kilometer entfernte Wilhemshaven reisen. Aber auch dort formierte sich spontan Protest gegen das NPD-Treffen. Eine geplante Durchsetzung des Parteitages in Bad Gandersheim blieb also aus.

An dem Parteitag nahmen etwa 60 Nazis teil. Darunter auch vier des hiesigen NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim. Ganz entgegen des oftmals gewählten Mottos „Umweltschutz ist Heimatschutz“ fuhren diese mit zwei anstatt mit einem Auto nach Wilhemshaven. Neben der neuen Vorsitzenden Elke Ploog aus Lage, fuhr Reiner Alfons Heinen aus Nordhorn, ehemaliger erster Vorsitzender, das zweite Auto.


Links: Reiner Alfons Heinen; rechts: Elke Ploog


die beiden anderen NPD-Nazis; Bilder von recherche-nord

Same shit – different Vorsitzende_r

Beim NPD Unterbezirk Emsland/Grafschaft Bentheim tut sich was. So wurde vor kurzem ein neuer Vorstand gewählt. Erste Vorsitzende ist jetzt Elke Ploog aus Lage. Die 44-jährige ist erst letztes Jahr zusammen mit ihrem Vater Ernst in die Grafschaft Bentheim gezogen und suchte prompt Kontakt zum hiesigen Unterbezirk auf und nahm auch an Mitgliederversammlungen in Groß Berßen teil. Die aus Mölln kommende Ploog war u.a. wie ihr Vater auch, schon Listenkandidatin bei Wahlen für die NPD bei ihrem ehemaligen NPD Kreisverband Lauenburg/Stormarn.

Reiner Alfons Heinen wird froh darüber sein, selber nicht mehr den Posten als ersten Vorsitzenden bekleiden zu müssen. Oft äußerte er seinen Unmut darüber, diesen Unterbezirk führen zu müssen. Er musste diese Führung allerdings übernehmen, da Stephan R. auf Grund eines Verfahrens seine vermeintliche Distanzierung zur rechten Szene durch einen Austritt aus der NPD und der Niederlegung seines Amtes „beweisen“ wollte. Gegen Heinen wird zur Zeit auch noch ermittelt. Allerdings nicht wegen rechten Straftaten, sondern wegen seines beruflichen Lebens.

Wie und ob sich der NPD Unterbezirk jetzt entwickelt, wird die Zeit zeigen.